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Outdoor Fotoshooting Ideen:
30 Motive, Locations und Profi-Tipps für draußen

Draußen zu fotografieren bedeutet: kein kontrollierbares Licht, kein fixer Hintergrund, kein Studiokomfort. Dafür bekommst du etwas, das kein Studio ersetzen kann: Raum, Tiefe, natürliches Licht und eine Umgebung, die Bilder lebendig macht. Wir zeigen dir 30 konkrete Ideen für das Outdoor Fotoshooting, sortiert nach Location und Motiv.

Datum: 28.03.2026.  Lesezeit: 5 Minuten

Markus-Reichl-Scrappbook

Markus Reichl
CEO scrappbook

Outdoor Fotoshooting Ideen: Das Wichtigste in Kürze

  • Besuche jede neue Location vorab zu der Tageszeit, zu der du später fotografierst. Licht oder Passanten können sich je nach Uhrzeit und Saison stark unterscheiden.
  • Das weichste und schmeichelhafteste Licht für Portraits findest du eine bis zwei Stunden nach Sonnenaufgang und eine bis zwei Stunden vor Sonnenuntergang.
  • Bedeckte Tage sind für Portraits oft besser als Sonnenschein. Die Wolken verteilen das Licht gleichmäßig und erzeugen keine harten Schatten im Gesicht.
  • Kläre Genehmigungspflichten im Voraus. Parks, Industriegelände, historische Anlagen und manche Innenstadtbereiche erfordern eine schriftliche Erlaubnis für kommerzielle Aufnahmen.
  • Plane immer eine Ausweichlocation und einen Ausweichtermin ein. Das Wetter ist der einzige Faktor beim Outdoor-Shooting, den du nicht steuern kannst.

Was Outdoor-Shooting von Studio-Shooting unterscheidet

Das Outdoor-Shooting stellt andere Anforderungen als die kontrollierte Studiosituation. Licht, Hintergrund und Wetter ändern sich innerhalb einer Session. Ein Ast im Wind, eine Wolke vor der Sonne, ein Passant im Hintergrund: all das passiert ohne dein Zutun.

Genau diese Unplanbarkeit erzeugt Bilder, die kein Studio replizieren kann. Weiches Gegenlicht in einem Weizenfeld, lange Schatten im Herbstwald, Spiegelungen auf nassen Pflastersteinen nach Regen. Das Outdoor-Shooting belohnt Fotografen, die sich auf ihre Umgebung einlassen, statt sie kontrollieren zu wollen.

Der entscheidende Unterschied liegt in der Vorbereitung. Im Studio improvisierst du nach dem Aufbau. Draußen improvisierst du die ganze Zeit, aber auf einer Grundlage, die du vorher gelegt haben musst: die richtige Location zur richtigen Tageszeit, das passende Outfit, ein durchdachtes Konzept.

Vor dem Outdoor-Shooting: Die richtige Vorbereitung

Location Scouting

Fahre jede neue Location einmal ohne Kamera ab. Schau dir an, woher das Licht zur geplanten Tageszeit fällt, welche Bereiche im Schatten liegen, wo Passanten den Hintergrund stören und wie weit der Weg vom Parkplatz zum Spot ist. Halte potenzielle Mikro-Locations fest: Ein einzelner Baum, eine Mauer mit schöner Textur, ein Durchgang mit Linienführung. Oft liegen die stärksten Spots nur Meter voneinander entfernt.

Bedenke den Jahres- und Tagesrhythmus. Ein Park kann frühmorgens leer und mittags überfüllt sein. Eine Wiese mit Blütenpracht im Mai ist im August abgemäht. Ein gefrorener See im Januar ist im März wieder offen.

Genehmigungen

Für viele Locations brauchst du als gewerblicher Fotograf eine Aufnahmegenehmigung. Das gilt besonders für Parks und Grünanlagen in Städten, historische Gebäude und Schlösser, Industriegelände und Privatgrundstücke sowie bestimmte öffentliche Plätze. Hol dir die Genehmigung schriftlich und trage sie am Shooting-Tag bei dir. Ein Sicherheitsdienst, der dich mitten in einer guten Session auffordert zu gehen, kostet mehr Zeit als die Anfrage im Vorfeld.

Ausrüstungs-Checkliste

Beim Outdoor-Shooting gibt es keine Steckdose für einen leeren Akku und keinen Schrank für ein fehlendes Objektiv. Was du nicht dabei hast, fehlt dir.

Kategorie Must-Have Optional
Kamera Hauptkamera, geladene Ersatzakkus, ausreichend Speicherkarten Zweite Kamerabody als Backup
Objektive Portraitobjektiv 85mm oder 50mm, ein lichtstarkes Objektiv Teleobjektiv für Kompressionseffekte
Licht Reflektor (weiß/silber/gold) Externer Blitz mit Diffusor
Schutz Kamera-Regenschutz, Reinigungstücher für Objektiv Wasserdichte Kameratasche
Stativ Kleines Reisestativ Größeres Stativ für längere Sessions
Sonstiges Wetter-App, Aufnahmegenehmigung, Trinkwasser Bollerwagen für lange Laufwege

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30 Outdoor Fotoshooting Ideen nach Location

Fotoshooting-Ideen: Wald und Lichtungen

  1. Waldpfad mit natürlicher Linienführung: Ein Weg, der sich durch den Wald schlängelt, erzeugt automatisch Bildtiefe durch Fluchtlinien. Stelle das Motiv mittig auf den Pfad oder in den vorderen Bereich des Weges. Fotografiere mit längerer Brennweite ab 85mm, damit der Hintergrund komprimiert und sich die Bäume wie eine Kulisse aufbauen.
  2. Lichtung mit gefiltertem Licht: Lichtungen fangen von oben einfallendes Licht auf, das durch die Baumkronen ringsum weich und gleichmäßig wird. Zur goldenen Stunde fallen einzelne Lichtstrahlen schräg herein. Stelle das Motiv leicht versetzt zur Lichtmitte, damit es im Schattenpunkt bleibt und das Licht von der Seite fällt.
  3. Baumstamm als natürliche Requisite: Gefallene Stämme, mächtige Wurzeln und Baumhöhlen bieten Sitzflächen, Anlehnen und Rahmungen. Nutze die Textur des Holzes als Kontrast zu Haut und Stoff. Fotografiere nah heran, damit die Struktur sichtbar wird.
  4. Herbstwald mit Blätterwerfen: Im Oktober und November bietet kein Studio diese Farbpalette: Ocker, Rot, Braun, weiches Seitenlicht. Lass das Motiv Blätter hochwerfen oder durch Laub laufen. Fotografiere im Burst-Modus, damit du den Moment mit den fliegenden Blättern triffst.
  5. Nebel im Wald am frühen Morgen: Bodennebel entsteht an kühlen, klaren Herbstmorgen kurz nach Sonnenaufgang. Er verzieht sich schnell. Sei früh vor Ort, arbeite zügig und belichte bewusst auf das Motiv, nicht auf den hellen Nebelhintergrund. Diese Bilder sind nicht reproduzierbar.

Fotoshooting-Ideen: Wiesen und Felder

  1. Weizenfeld oder Rapsfeld als Hintergrund: Felder bieten einen einheitlichen, farbintensiven Hintergrund, der das Motiv klar freistellt. Zur goldenen Stunde leuchten sie warm. Stelle das Motiv am Feldrand auf, nicht im Feld, da viele Felder Privatgrund sind. Fotografiere mit offener Blende, damit der Hintergrund verschwimmt.
  2. Blumenwiese in Untersicht: Lege dich auf den Boden und fotografiere von unten durch die Blumen nach oben. Das Motiv steht hinter der Blumenkulisse, die Kamera liegt davor auf dem Boden. Das Ergebnis ist eine ungewohnte Perspektive mit natürlichem Vordergrund.
  3. Gegenlicht auf der Wiese zur goldenen Stunde: Stelle das Motiv mit dem Rücken zur tiefstehenden Sonne. Belichte auf das Gesicht, nicht auf den Himmel. Die Haare und Konturen des Motivs leuchten warm von hinten auf. Nutze einen Reflektor von vorne, um das Gesicht aufzuhellen, oder akzeptiere die Unterbelichtung für eine Silhouettenwirkung.
  4. Weite Wiese mit kleinem Motiv: Zeige das Motiv klein im Verhältnis zur Umgebung. Ein Mensch im unteren Bilddrittel, darüber der weite Himmel. Diese Komposition funktioniert besonders stark bei dramatischen Wolken oder einem leuchtenden Sonnenuntergang.
  5. Laufende Person durch eine Wiese: Gib dem Motiv die Aufgabe, durch die Wiese zu laufen, und fotografiere von der Seite mit einer Verschlusszeit von mindestens 1/500 Sekunde. Bewegung und natürliche Körperhaltung entstehen automatisch. Wiederhole mehrmals für verschiedene Ausdrücke.

Fotoshooting-Ideen: Wasser und Küste

  1. Seeufershooting am Morgen: Ruhige Seen spiegeln am frühen Morgen die Umgebung. Das Motiv steht am Ufer, der Spiegel im Wasser verdoppelt das Bild. Fotografiere tief über den Wasserspiegel, damit die Spiegelung im Bild bleibt. Funktioniert besonders bei Nebel oder Gegenlicht.
  2. Strand in den frühen Morgenstunden: Frühmorgens ist der Strand leer, das Licht warm und flach, der Sand nass und reflektierend. Barfuß im Wasser stehen, Spuren im Sand, Silhouette gegen den Horizont. Vermeide die Mittagsstunden: Hartes Licht erzeugt tiefe Schatten im Gesicht und blendet das Motiv.
  3. Bewegtes Wasser als Hintergrund: Flüsse, Bäche und Meereswellen erzeugen im Hintergrund einen lebendigen, immer anderen Hintergrund. Wähle eine Blende zwischen f/2.8 und f/4, damit das Wasser als helle, unscharfe Fläche hinter dem Motiv verschwimmt.
  4. Auf einem Steg oder einer Brücke: Stege und Brücken bieten klare Linienführung und heben das Motiv vom Hintergrund ab. Stelle das Motiv auf dem Steg auf und fotografiere entlang der Linie, damit die Tiefe des Stegs als Bildstruktur wirkt. Variiere zwischen Motiv im Vordergrund und Motiv am Ende des Stegs.
  5. Spiegelungen in einer Pfütze nach Regen: Nach Regen entstehen auf Straßen, Plätzen und Parkwegen Pfützen, die das Motiv und den Himmel spiegeln. Lege die Kamera direkt auf den Boden und fotografiere durch die Pfütze. Das Motiv steht hinter der Pfütze, der Spiegel erzeugt ein zweites, auf den Kopf gestelltes Bild.

Fotoshooting-Ideen: Stadtkulisse und Architektur

  1. Enge Gasse mit Perspektive: Enge Gassen in Altstädten oder Innenstädten bieten eine starke perspektivische Tiefenwirkung. Stelle das Motiv in die Mitte der Gasse und fotografiere mit einem leichten Telebrennweite. Die Fluchtlinien der Gebäude führen den Blick zum Motiv.
  2. Bunte Hauswand oder Graffiti als Hintergrund: Farbige Wände und Graffitis bieten einen starken, grafischen Hintergrund. Achte darauf, dass das Outfit des Motivs nicht mit den Farben der Wand verschmilzt. Kontrast funktioniert besser als Ähnlichkeit. Fotografiere nah, damit die Wandstruktur als Textur sichtbar bleibt.
  3. Treppe mit architektonischer Linienführung: Außentreppen, besonders in historischen Gebäuden oder modernen öffentlichen Bauten, bieten klare geometrische Strukturen. Nutze die Treppe als Sitzfläche, als Laufweg oder als grafisches Bildelement im Hintergrund. Variiere die Höhe deiner Kameraposition stark.
  4. Frühmorgens in der leeren Innenstadt: Eine belebte Innenstadt sieht an einem frühen Sonntagmorgen völlig anders aus: leere Straßen, weiches Morgenlicht, keine Passanten. Planes das Shooting für kurz nach Sonnenaufgang ein. Du hast zwei bis drei Stunden, bevor der erste Frühstücksverkehr beginnt.
  5. Parkhaus oder Tiefgarage: Parkhäuser sind unterschätzte Locations mit gleichmäßigem, diffusem Kunstlicht, klaren Betonlinien und interessanten Perspektiven. Kein Wetterproblem, keine Passanten, klare geometrische Strukturen. Fotografiere entlang der Parkbuchten, durch Säulen hindurch oder auf Rampen mit Rundkurve.

Fotoshooting-Ideen: Natur und Jahreszeiten

  1. Kirschblüte im Frühling: Das Zeitfenster ist kurz: meist eine bis zwei Wochen im April, abhängig von der Region. Stelle das Motiv unter die blühenden Äste und fotografiere mit offener Blende von unten schräg nach oben. Die Blüten im Vordergrund erzeugen einen weichen Vordergrundrahmen.
  2. Sonnenblumenfeld im Sommer: Sonnenblumenfelder leuchten von Juli bis September intensiv gelb. Wichtig: Das Motiv darf nicht ins Feld hineingehen, sondern fotografierst du vom Feldrand aus mit einem Teleobjektiv, das den Hintergrund komprimiert.
  3. Herbstlaub als Hintergrund und Boden: Im Herbst bietet fast jeder Park zwei Locations gleichzeitig: Bunte Blätter an den Bäumen als Hintergrund, buntes Laub auf dem Boden als Liegefläche. Plane die Session zwischen Mitte Oktober und Anfang November, wenn das Laub vollständig hat.
  4. Schnee und Winterlandschaft: Schnee reflektiert Licht und wirkt als natürlicher Aufheller. Das Motiv steht vor einer weißen Fläche, der Reflektor wird überflüssig. Belichte eine halbe bis eine Blendenstufe über dem, was die Kamera misst, damit der Schnee wirklich weiß bleibt und nicht grau wird.
  5. Regen bewusst einsetzen: Regen erzeugt Spiegelungen, Reflexionen und eine eigene Lichtstimmung. Schirme, Gummistiefel und Regenjacken werden zum Bildmotiv. Für die Ausrüstung gilt: Kamera-Regenschutz verwenden, kein Objektivwechsel bei Regen, lichtstarke Festbrennweite als einziges Objektiv.

Kreative und besondere Outdoor-Ideen

  1. Gegenlicht-Silhouette bei Sonnenuntergang: Stelle das Motiv exakt zwischen dich und die untergehende Sonne. Belichte auf den Hintergrund. Das Motiv wird zur Silhouette mit leuchtend warmem Rand. Achte auf eine klare Körperlinie: Eine eindeutige Pose ist bei Silhouetten wichtiger als bei normalen Portraits, weil alle Details wegfallen.
  2. Urbane Landschaft mit Telebrennweite: Ein Teleobjektiv ab 135mm komprimiert Stadt und Motiv zu einer dichten Komposition. Das Motiv steht im Vordergrund, die Stadtkulisse stapelt sich dahinter. Diese Wirkung entsteht nur auf längere Distanz: Stelle das Motiv weit vor dem Hintergrund auf und geh selbst weit zurück.
  3. Portraits mit natürlichem Rahmen: Nutze Türbögen, Baumtore, Felsspalten, Bogenbrücken oder das Blätterdach von Bäumen als natürlichen Rahmen um das Motiv. Positioniere das Motiv mittig im Rahmen und setze den Fokus auf das Motiv, nicht auf den Rahmen.
  4. Drohnenähnliche Vogelperspektive von erhöhtem Standpunkt: Suche erhöhte Standpunkte: Brücken, Hügel, Treppen, Aussichtspunkte. Fotografiere von oben steil nach unten auf das Motiv, das auf einer interessanten Fläche steht oder liegt: buntes Mosaik, Pflasterstein, Herbstlaub. Das Ergebnis wirkt grafisch und ungewohnt.
  5. Nacht- und Abend-Shooting mit vorhandenem Licht: Straßenlaternen, Leuchtreklamen, beleuchtete Schaufenster: Städte bei Nacht bieten ein komplett anderes Lichtsetting als der Tag. Öffne die Blende weit, erhöhe den ISO auf 1600 bis 3200 und nutze vorhandenes Licht. Die Bilder bekommen eine andere Stimmung als jedes Tages-Shooting.

Licht beim Outdoor Fotoshooting

Das Licht ist beim Outdoor-Shooting die wichtigste Variable. Es ändert sich mit der Tageszeit, dem Wetter und der Jahreszeit. Diese Übersicht zeigt dir, was wann funktioniert.

Situation Qualität Geeignet für Tipp
Goldene Stunde morgens Warm, weich, flach Portraits, Paare, Gegenlicht 1–2 Stunden nach Sonnenaufgang
Goldene Stunde abends Warm, weich, lange Schatten Alle Genres, Silhouetten 1–2 Stunden vor Sonnenuntergang
Blaue Stunde Kühl, stimmungsvoll, diffus Stadtlandschaft, Paare Direkt nach Sonnenuntergang, kurzes Fenster
Bedeckter Himmel Gleichmäßig, diffus, farbneutral Portraits, Gruppen, Details Den ganzen Tag nutzbar, kein Aufheller nötig
Hartes Mittagslicht Kontrastreich, harte Schatten Nicht empfohlen für Portraits Schatten aufsuchen oder Shooting verschieben
Regen Reflektierend, atmosphärisch Stimmungsbilder, urbane Shooting Kameraschutzhülle verwenden
Nebel Weich, mystisch, flach Wald, Felder, Weitsicht Frühmorgens, kurzes Zeitfenster

Outfit-Abstimmung für das Outdoor-Shooting

Das Outfit hat draußen mehr Einfluss auf das Bild als im Studio, weil es mit dem Hintergrund interagiert. Ein grünes Kleid auf einer Wiese verschwindet, ein weißes Kleid im Schnee überstrahlt.

Die Grundregel lautet: Kontrast zum Hintergrund, nicht Angleichung. Helle Kleidung vor dunklem Waldhintergrund, kräftige Farben vor neutralem Himmel, dunkle Töne auf einer hellen Sandstrandkulisse.

Location Gut geeignete Outfits Vermeiden
Wald Erdtöne, Creme, Weiß, kräftige Einzelfarben Dunkelgrün, Camouflage-Muster
Strand Weiß, Pastelltöne, helles Blau, natürliche Stoffe Dunkle Farben bei starker Sonne
Stadtkulisse Neutrale Töne, Strukturen, Schwarz, kräftige Akzentfarben Sehr bunte Muster bei bereits buntem Hintergrund
Feld/Wiese Weiß, Creme, zarte Blumendrucke, helle Pastelltöne Knallgelb vor Rapsfeld
Herbstwald Warme Töne, Bordeaux, Senf, Dunkelblau Orange und Rot gehen im Laub unter
Schnee Dunkle Töne, kräftige Farben, Rot, Blau Weiß verschmilzt mit dem Schnee

Technische Einstellungen für das Outdoor-Shooting

Draußen verändern sich die Lichtverhältnisse schneller als im Studio. Diese Grundeinstellungen geben dir eine Ausgangsbasis, von der du situativ anpasst.

  • Blende: Für Einzelportraits ab f/1.8 bis f/2.8 für starke Freistellung. Bei Gruppen ab f/4, damit alle Personen scharf sind. Bei Landschaft mit Motiv ab f/5.6 bis f/8, wenn der Hintergrund mitgezeigt werden soll.
  • Verschlusszeit: Mindestens 1/250 Sekunde für Bewegungsbilder. Mindestens 1/500 Sekunde für laufende oder springende Motive. Bei ruhigen Portraits reichen 1/160 Sekunde.
  • ISO: Im Freien tagsüber beginne mit ISO 100 bis 400. Bei bedecktem Himmel und in Waldlocations erhöhst du auf 400 bis 800. Bei Abend- und Nachtshootings arbeitest du ab ISO 1600.
  • Weißabgleich: Stelle ihn manuell auf die Tageslichteinstellung oder auf bewölkten Himmel. Automatischer Weißabgleich neigt dazu, das warme Licht der goldenen Stunde wegzukorrigieren.

Wetter als Gestaltungsmittel

Schlechtes Wetter ist beim Outdoor-Shooting keine Katastrophe, wenn du vorbereitet bist. Die atmosphärischsten Bilder entstehen oft bei Lichtbedingungen, die kein Studio replizieren kann.

  • Bedeckt: ist der unterschätzte Standard. Keine Probleme mit harten Schatten, keine Probleme mit blinzelndem Motiv, kein Aufheller nötig. Nutze bedeckte Tage gezielt für enge Portraits und Gruppenbilder.
  • Regen: eröffnet komplett andere Bildmotive: Reflexionen auf nassen Straßen, Wassertropfen auf Kleidung, Schirme als Requisite, dramatisches Licht. Das Shooting findet trotzdem statt, wenn du die Kamera schützt.
  • Nebel: erzeugt Tiefenwirkung und Stimmung, die kein Nachbearbeitungsfilter imitiert. Er verzieht sich schnell, also musst du früh vor Ort sein und zügig arbeiten.
  • Hartes Mittagslicht: ist der einzige echte Feind des Outdoor-Portraits. Die Lösung: Schatten aufsuchen, dort fotografieren. Unter einem Baum, im Schatten einer Wand, unter einem Dachvorsprung. Das diffuse Licht im Schatten an einem Sonnentag ist oft besser als gedacht.

Outdoor-Fotos übergeben mit scrappbook

Nach dem Outdoor-Shooting hast du oft mehrere Hundert Bilder aus verschiedenen Locations, mit wechselndem Licht und unterschiedlichen Settings. Die Übergabe an den Kunden stellt deshalb besondere Anforderungen: Die Bilder müssen klar organisiert sein, der Kunde muss sie auf allen Geräten aufrufen können und die Bildauswahl muss geordnet ablaufen.

Mit scrappbook lädst du die fertig bearbeiteten Aufnahmen in eine passwortgeschützte Online-Galerie unter deiner eigenen Domain. Du kannst die Bilder in Alben nach Location oder Abschnitt sortieren, damit der Kunde sich schnell orientiert. Der Kunde ruft die Galerie auf dem Smartphone, Tablet oder Computer auf und markiert Favoriten direkt mit dem Herz-Symbol.

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Du siehst die gesamte Auswahl gesammelt in deinem Dashboard und schaltest Dateien gezielt frei. Kein Screenshot-Chaos, keine E-Mail-Threads mit handgeschriebenen Bildnummern. Für Outdoor-Shootings mit mehreren Stunden Begleitung, aus denen du 60 bis 100 Bilder lieferst, ist dieser Ablauf deutlich klarer als jede manuelle Methode.

Über den integrierten Print Shop können Kunden ihre Lieblingsbilder direkt als Abzug, Leinwand oder Fotobuch bestellen. Gerade Outdoor-Portraits mit stimmungsvollem Licht und natürlichem Hintergrund eignen sich gut als Wandbild. Die Bestellabwicklung läuft automatisiert, du kümmerst dich um nichts.

Outdoor Fotoshooting Ideen: Häufige Fragen und Antworten

Eine bis zwei Stunden nach Sonnenaufgang und eine bis zwei Stunden vor Sonnenuntergang liefern das weichste und wärmste Licht. Bedeckte Tage sind den ganzen Tag über nutzbar. Meide hartes Mittagslicht für Portraits, es sei denn, du hast ausreichend Schatten zur Verfügung.

Für private Nutzung ohne kommerzielle Absicht brauchst du in den meisten öffentlichen Bereichen keine Genehmigung. Für kommerzielle Shootings gilt: Parks in Städten, historische Anlagen, Privatgelände und manche öffentliche Plätze erfordern eine schriftliche Erlaubnis. Kläre das vorab und trage die Genehmigung am Shooting-Tag bei dir.

Plane immer einen Ausweichtermin und eine Ausweichlocation ein. Leichter Regen ist kein Grund zum Absagen: Mit Kameraschutzhülle und der richtigen Einstellung entstehen bei Regen oft die stärksten Bilder. Hartes Gewitter oder extremer Wind ist ein Grund zum Verschieben.

Besuche neue Locations mindestens eine Woche vorher. Überprüfe die Location außerdem zwei bis drei Tage vorher nochmals, um sicherzustellen, dass keine Baustelle, Veranstaltung oder Sperrung dazwischengekommen ist.

Eine lichtstarke Festbrennweite zwischen 50mm und 85mm deckt die meisten Outdoor-Situationen ab. Ein Reflektor in Weiß oder Silber füllt Schatten im Gesicht auf, ohne aufwändige Blitz-Setups. Ein geladener Ersatzakku und ausreichend Speicher gehören immer in die Tasche.

Öffne die Blende weit und platziere das Motiv mit ausreichend Abstand zum Hintergrund. Ab einem Abstand von drei bis fünf Metern zwischen Motiv und Hintergrund verschwimmt selbst ein unruhiger Hintergrund bei f/2 bis f/2.8 deutlich. Alternativ wechselst du auf eine längere Brennweite, die den Hintergrund zusätzlich komprimiert.

Passwortgeschützte Online-Galerien sind der Standard. Der Kunde ruft die Bilder auf dem Smartphone ab, teilt die Galerie mit Familie und Freunden und markiert Favoriten direkt in der Galerie. scrappbook bietet dafür ein Galerie-System mit Auswahlsystem, Print Shop und Web-App-Funktion, das unter deiner eigenen Domain läuft.

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